BEHRING-KRANKENHAUS,
BERLIN
BERLIN-ZEHLENDORF
U + B TRAKT
AUFGABE
Das Behring-Krankenhaus
ist mit seinen wesentlichen Funktionsstellen untergebracht in einem
Altbaugebäude aus dem Ende des 19. Jahrhundert sowie einem Gebäude
aus dem Jahre
1996. In den 70iger Jahren wurde mit Neubauten für die Kirche,
die Pathologie und die Desinfektion und Sterilisation begonnen, angemessene
Räumlichkeiten für die technisch anspruchsvolleren Bereiche
zu schaffen.
IDEE
Der Neubau passt
sich in der Höhe und der äußeren Erscheinung dem vorhandenen
Gebäude H (DesiSteri) an. Er ist im Inneren des Gebäudes 3-geschossig
und treppt sich zur Walter-Höfer-Straße - also zum Eingangsbereich
hin - 2-geschossig ab. Die Inanspruchnahme von
Fläche des Patientengartens ist so weit wie möglich minimiert.
Mit Brückeverbindungen
sollen kurze witterungsgeschützte Anbindungen an die vorhandenen
Häuser A und D ermöglicht werden.
LÖSUNG
Die in den 70iger
Jahren geschaffenen Neubaukomplexe geben mit ihrem gelben Klinker die
Materialität für den U+B-Trakt vor. Die durch Lisenen rhythmisch
vertikal gegliederte Fassade unterteilt die längeren Seiten des
Gebäudes und bindet gleichzeitig das geneigte
Kupferdach.
Im EG liegen unmittelbar
benachbart der Eingang mit der Patientenaufnahme und im Rücken
davon die Liegendkrankenaufnahme mit 4 Aufnahmeplätzen und einem
Not-OP. Im Osten
des Erdgeschosses liegen der Bereich der Röntgendiagnostik und
der Computertomografie sowie die nuklearmedizinische Diagnostik.
Das 1. OG nimmt
mit Aufzugsverbindung direkt über der Liegendkrankenvorfahrt die
interdisziplinäre Intensivpflege mit 16 Betten auf. Neben dieser
ITS befindet sich der zentrale OP- Bereich mit (geforderter) strikter
Trennung zwischen 4 aseptischen und 1 septischen OP sowie dem zugehörigen
Aufwachbereich. Es wurde eine direkte bauliche Verbindung zu der bereits
vorhandenen Zentralsterilisation hergestellt. Im Dachgeschoss befindet
sich das
Zentrallabor für das Krankenhaus. Direkt über dem OP-Bereich
liegen die Zu- und Abluftanlagen. Das Untergeschoss nimmt neben Technikzentralen
das Zentralarchiv für Krankengeschichten und Röntgenfilme
sowie ein Zentrallager auf.
Funktionsstellen
1.01 Aufnahme und
Notfallversorgung
1.05 Laboratoriumsmedizin
1.07 Röntgendiagnostik/MRT
1.08 Nuklearmedizinische Diagnostik
1.09 Operation
2.03 Intensivmedizin, 16 Betten
2.09 Aufnahmepflege, 4 Betten
3.02 Archivierung
3.03 Information und Dokumentation
4.03 Personalumkleiden
5.03 Geräteversorgung
5.06 Wäscheversorgung
5.07 Lagerhaltung und Güterumschlag
6.00 Forschung und Lehre
PROJEKTDATEN
Generalplaner:
Planungsring Dr. Jüchser + Dr. Pawlik
Architekten:
Peter Pawlik, Dr.- Ing., Architekt BDA
Michael Mews, Dipl.-Ing., Architekt AIV
Fachingenieure:
GWA-Anlagen, Heizungsanlagen:
Pflanungsring Dr. Jüchser + Dr. Pawlik
- Hr. Poppek
Lüftungstechnik:
Büro Knottner, Berlin
Elektrotechnik:
Schad und Hölzel, Rüsselsheim
Tragwerskplanung:
IBB, Danai und Zoega, Berlin
Grünanlagen:
Büro Kamphausen, Wiesbaden
Bauleitung:
Planungsring Dr. Jüchser + Dr. Pawlik
- Heinz Bauschmann
Bauzeit:
1986 - 1988
BRI:
49-300 m3 BGF: 12.000 m2 NF:
6.000 m2
Gesamtkosten
nach DIN 276, KGR 1 - 7:
ca. 59 Mio DM