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ELISABETH-DIAKONISSEN UND KLINIK
BERLIN-TIERGARTEN

HAUPTHAUS
Seniorenheim
Neu- und Umbau des chirurgischen Pflegebereichs
Umbau Dibeliushaus (Innere Medizin)




AUFGABE


Das innerstädtische Elisabeth-Diakonissen- und Krankenhaus verfügt über etwa 200 Betten der Fachbereiche Chirurgie und Innere Medizin. Das traditionsreiche Haus erhielt seine erste Krankenhausabteilung in einem kleinen Wohnhaus im Jahre 1937. Gründer dieser Einrichtung war Pastor Johannes Gossner. Die bis zu den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ständig gewachsene Einrichtung wurde durch Luftangriffe im 2. Weltkrieg zum größten Teil zerstört. In den 50er und 60er Jahren erfolgten Wiederaufbau und Neubaumaßnahmen.

Der Planungsring begann seine Tätigkeit für das Krankenhaus im Jahr 1987. Mehrere Baumaßnahmen wurden inzwischen durchgeführt:

Untersuchungs- und Behandlungstrakt

Der 1. Entwurf für dieses Projekt stammt von dem Berliner Krankenhausarchitekten Dr. Bertram Lewicki. Auf Grund seiner schweren Krankheit und seines Todes im Jahre 1987 übernahm der Planungsring Dr. Pawlik + Bauschmann dieses Projekt ab HOAI-Phase 4 – Genehmigungsplanung als Generalplaner. Die Aufgabe bestand darin, insbesondere die viel zu kleine vorhandene OP-Abteilung, die Röntgendiagnostik und die sehr stark frequentierte 1. Hilfe-Abteilung umzubauen und räumlich durch einen Neubau zu erweitern.




IDEE

Die vorhandene Gebäudesilhouette, gebildet durch das Arnimhaus und den Behandlungsbau, sollte nicht gestört werden. Das Gelände des Elisabeth-Diakonissen- und Krankenhauses wies bereits vor dem Bau des U- und B-
Traktes eine verhältnismäßig hohe Überbauung aus. Es kam daher nur eine Lösung in Frage, die durch geringe Höhe und qualitätsvolle Gestaltung das äußere Erscheinungsbild des Geländes nicht negativ beeinflusst.



LÖSUNG

Der U-und B-Trakt wurde bewußt flach und wenig flächenintensiv geplant. Er liegt im Schnittpunkt des Arnimhauses und des Chirurgiegebäudes und hat so direkte Verbindungen zu den im Altbau verbleibenden Funktionsbereichen. Folgende Abteilungen wurden geplant:


Aufnahme, 1. Hilfe
Der größte Teil dieser Abteilung bleibt – wie bisher im EG des Arnimhauses, das jedoch völlig saniert wurde. Die neugebaute Krankenwagenvorfahrt mit überdachter Entladehalle liegt, wie auch der Zugang für gehfähige Patienten, auf der Südseite des Arnimhauses. Die Krankenwagen müssen also nicht mehr – wie früher – weit auf das Gelände fahren.

Neben den üblichen Untersuchungs- und Behandlungsräumen, einem Eingriffsraum, einem Reanimations- und einem Gipsraum ist dieser Abteilung auch eine kleine Aufnahmestation mit 6 Betten angegliedert. Unmittelbar benachbart liegt die Funktionsstelle Röntgendiagnostik

Röntgendiagnostik
Die Leitstelle mit Anmeldung liegt im Schnittpunkt zwischen dem inneren Bettenflur und dem externen ambulanten Flur. Die Abteilung ist als 2-Fluranlage mit äußerem Patientenflur und innerem Betriebsflur konzipiert. 3 Röntgenräume sowie ein Gipsraum mit Röntgenmöglichkeiten sind entstanden.

Endoskopie und Funktionsdiagnostik
Folgende Untersuchungen werden in dieser Abteilung durchgeführt:

- Laparoskopien
- Gastroskopien
- Kardiologische und Ergometrische Untersuchungen
- Sonografien.

Die Funktionsstelle liegt unmittelbar neben der Röntgendiagnostik und der 1. Hilfe.

Operation
Die Abteilung unterteilt sich in 2 Bereiche:

- 2 aseptische OP-Einheiten
- 1 septischer OP
- Umkleide- und Schleusenbereich
- Zentralsterilisation

Die Operationsabteilung ist der Hauptverbraucher der Sterilisation. Insofern wurde die Abteilung unmittelbar neben dem OP angeordnet. Sie gliedert sich in die Bereiche

- Waschzone
- Packzone
- Sterillager

Die Abteilung verfügt über 2 Dampfsterilisatoren, einen Gassterilisator sowie ein Gerät zur thermischen Desinfektion für thermolabile Güter.

Prosektur
Die Prosektur verfügt über

- einen Sektionsraum mit 2 Tischen
- einen Kühlraum für Verstorbene
- einen Aufbahrungsraum,

dem ein Warteraum für Angehörige vorgeschaltet ist.




PROJEKTDATEN


Architekt (Entwurf):
Dr.-Ing. Hans-Bertram Lewicki

Generalplaner ab HOAI-Phase 4:
Planungsring Dr. Pawlik + Bauschmann
- Dr.-Ing. Peter Pawlik, Architekt BDA
- Heinz Bauschmann, Architekt

Bauherr:
Elisabeth-Diakonissen- und Krankenhaus

Fachingenieure:

Heizung, Sanitär Hugo Feurich, Obering., Berlin

GWA, Lüftung:
VDI Berlin

Elektro:
Ingenieurgemeinschaft Herr Eisfelder, Berlin

Freianlagen:
Planungsring Dr. Pawlik + Bauschmann
mit Büro Bos, Berlin

Tragwerksplanung:
Büro Elsermann, Berlin

Medizintechnik:
Hermed Planungs GmbH; Berlin

Prüfung Statik:
Dipl.-Ing. Victor Kremser, Berlin

Beratender Hygieniker:
Prof. Dr. Rüden, Berlin

Aufzugsplanung:
Planungsring Dr. Pawlik+Bauschmann

Bauzeit:
September 1987 – August 1990

Nutzflächen: 1.762 m²

BRI: 13.136 m3

Funktionsflächen:
732 m²

Verkehrsflächen:
628 m²

Konstruktionsflächen:
479 m²

Gesamtkosten nach DIN 276, KGR 1-7:
Neubau U+B-Trakt: 28 Mio DM
Pflege Chirurgie: 15 Mio DM
Pflege Innere: 7,5 Mio DM


HAUS RHEINSBERG

FA. INA - BAU - BÜROGEBÄUDE FIRMA INA -BAU

KRANKENHAUS CHEMNITZ

JOHANNITER - KRANKENHAUS IM FLÄMING

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ELISABETH - KLINIK

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