ST.
MARIENSTIFT MAGDEBURG
AUFGABE
Das vorhandene Krankenhaus
befindet sich in einem Gebäude mit burgartigem Charakter mit Massiv-Naturstein-Quadermauerwerk.
Vor Planungsbeginn wurden ca. 100 Betten betrieben. Nach der Zielplanung
sollte das Haus künftig 175 Betten aufweisen. Die Aufgabe bestand
in der Ergänzung des vorhandenen Gebäudes mit einem Funktionsgebäude
und Bettenhaus.
IDEE
Die Idee ist die
Erschaffung einer harmonischen Einheit zwischen vorhandenem Altbau und
Neubau durch Übernahme von Stilelementen wie Querriegeln mit Steildach,
ein in der Farbe ähnlicher Fassadenstein und Maßstäblichkeit.
LÖSUNG
Der Neubau mit 2
Innenhöfen schiebt sich über das hintere Gebäude des
Altbaus hinweg, in der Breite, die vorne durch kleine Querbauten am
Altbau auch vorhanden sind. Das Motiv des Quergiebels wird 2mal im Neubau
übernommen. Der Neubau bleibt durch Verbindung von Glaselementen
bzw. Abstand so vom Altbau entfernt, dass dieser seinen eigenständigen
Charakter behält und trotzdem eine räumliche Anbindung aufweist.
Es ist insgesamt ein 4-geschossiges Gebäude entstanden mit darunterliegendem
Tiefgeschoss zur Aufnahme sämtlicher Technikzentralen. Dieses Geschoss
liegt voll im Grundwasser und wurde als Wanne gebaut. In dem voll belichteten
Sockelgeschoss befindet sich eine zentrale OP-Abteilung mit 4 Operationssaaleinheiten,
die Zentralsterilisation sowie die Röntgendiagnostik. Auf dieser
Ebene befindet sich die Krankenwagenzufahrt und die Einfahrt für
Liegendkranke.
Im EG wurde eine
neue Entbindungsabteilung mit 3 Entbindungsräumen errichtet. Hier
besteht die Möglichkeit zur Unterwasserentbindung. Räume der
Funktionsdiagnostik und Endoskopie sowie ein Säuglingsbereich ergänzen
die Flächen. In einem weiteren Bauabschnitt ist auf dieser Ebene
die geburtshilfliche Station geplant.
Im 1. und 2. OG
befindet sich der Pflegebereich mit jeweils einer Station und 35 Betten.
Diese sind in 1-, 2- und 4-Bett-Zimmern untergebracht. Jedem Zimmer
ist eine eigene Nasszelle zugeordnet.
Im Dachgeschoss
befindet sich im Wesentlichen die Lüftungstechnik.
PROJEKTDATEN
Generalplaner:
Planungsring Dr. Pawlik + Partner
- Peter Pawlik, Dr.-Ing., Architekt BDA
- Michael Mews, Dipl.-Ing. Architekt AIV
Architektenleistungen:
Entwurf Planungsring Dr. Pawlik + Partner, Berlin
mit Büro Friedrich Steinigeweg, Köln
- Michael Mews, Dipl.-Ing. Architekt AIV
- Rainer Goetsch, Dipl.-Ing. Architekt
Ausführungsplanung:
Planungsring Dr. Pawlik + Partner
- Michael Mews, Dipl.-Ing. Architekt AIV
- Dietrich Schön-Fritz, Dipl.-Ing. Architekt
Bauleitung
Planungsring Dr. Pawlik + Partner
- Horst Großgebauer, Dipl.-Ing.
Bauherr:
Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur Heiligen Elisabeth
in Reinbek
Fachplaner:
GWA-Anlagen, Heizungsanlagen:
Planungsring Dr. Pawlik + Poppek
- Klaus Poppek, Dipl.-Ing.
Lüftungs- und Klimaanlagen:
Büro Knottner & Ebert
- Manfredo Knottner, Dipl.-Ing.
Elektrotechnik:
Schad und Hölzel, Bad Nauheim
Aufzugsanlagen, Medizintechnik:
Planungsring Dr. Pawlik + Partner
- Peter Pawlik, Dr.-Ing., Architekt BDA
Freianlagen: Planungsring Dr. Pawlik + Partner mit
Büro TB, Magdeburg
Bauzeit:
1. BA: September 1996 Dezember 1999
2. BA: 2003 2005
Bettenzahl: Insgesamt 150 Betten
1.
Bauabschnitt
BGF: Neubau:
8.849 m² BRI: 36.314 m3
2. Bauabschnitt
BGF: 3.000 m², BRI: 10.000 m3
Gesamtkosten 1. und 2. BA: ca. 33 Mio €
Die Maßnahme wurde im Frühjahr 2006 mit Abbruch der Raumprovisorien
abgeschlossen.